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Chronik
Chronik

Zeittafel 1909 – 2007

1909 10. Juni: Im „Bernhardshäuser Hof“ treffen sich einige am unterhaltsamen sportlichen Schießen interessierte Männer, in erster Linie Eisenbahner, und gründen den „Zim­merstutzenclub Roland 1909“.

1909 9. Juli: Der damalige Bürgermeister unterschreibt mit einem „Geschehen“ die Bitte des Clubs um „gütige Genehmigung“ und versieht sie mit dem Dienstsiegel der Großherzoglichen Bürgermeisterei Klein-Linden. Das Schießen mit Zimmerstutzen dient der Unterhaltung. Die Mitglieder treffen sich im Clublokal zu Übungs-, Preis-, Ehrenscheiben- oder Unterhaltungsschießen. Leis­tungsvergleiche mit anderen Vereinen finden nicht statt. Während des 1. Weltkrieges und den ersten Jahren danach ruhen die Clubakti­vitäten.

1921 September: In der ersten Versammlung der Mitglieder des Schützenclubs nach Ende des 1. Weltkrieges beschließen die anwesenden 7 Schützen den Club weiterzuführen. 1925 Baubeginn für einen Großkaliber-Schießstand an der Wetzlarer Straße.

1926 Am Sonntag nach Pfingsten

1926 wird der Schießstand mit einem Preisschießen eingeweiht. Der Club wird Mitglied im Lahn-Dill-Hüttenberg-Schützenbund.

1930 Bau eines 100-Meter-Standes mit 10-Scheiben-Anlage am Bergwerkswald.

1931 Erstmals werden 150 Eier als Preise bei einem Preisschießen genannt. Vermutlich ist dies die Geburtsstunde des vorösterlichen „Eierschießen“.

1933 Der Prozess der „Gleichschaltung“ greift in das gesamte öffentliche Leben in Deutschland ein. Die wenigen Protokolle aus dieser Zeit sprechen eine neue Spra­che: „Vereinsführer“, „wehrmäßige Durchbildung“, vorgeschriebene Satzungen, Er­nennen und Bestimmen ersetzen Wahlen.

1936 Der Stand am Bergwerkswald wird so umgebaut dass auch mit Kleinkalibergewehren geschossen werden kann. Diese preiswerte Schießart tritt immer mehr in den Vor­dergrund und führt auch zur Gründung einer Jugendschützenabteilung.

1939 Erstmals werden vom Deutschen Schützenverbandes e.V. angeordnete Mann­schaftswettbewerbe in Verein, Stadt, Unterkreis, Kreis und Gau erwähnt. Der Zweite Weltkrieg beeinträchtigt das Vereinsleben erheblich, die Fortdauer des Krieges führt schließlich zum Erliegen jeglicher Vereinstätigkeit, noch über das Ende des Krieges hinaus.

1953 31. Oktober: Frühere Mitglieder des Schützen-Clubs Roland rufen, nach der kriegs­bedingten Pause, den Club wieder ins Leben. Vereinslokal wird das Gasthaus „Zur Burg“, geschossen wird mit Luftgewehren im kleinen Saal.

1955 Übungsschießen finden alle 14 Tage statt, die Mitgliedschaft im Deutschen Schüt­zenbund wird erworben, mit dem Bau eines Kleinkaliberstandes am Hellberg begon­nen. 

1956 August: Eröffnungsschießen auf dem neuen Kleinkaliberstand am Hellberg.

1957 Die „Burg“ wechselt den Besitzer, der Club siedelt in das Gasthaus „Zur Deutschen Eiche“ um. In dessen Saal wird mit Luftgewehren auf sechs 10-Meter-Ständen ge­schossen.

1958 Vorweihnachtszeit: Einführung eines „Hasenessens“ mit „Nikolausschießen“.

1959 Juni: Der Schützen-Club feiert sein 50-jähriges Bestehen, mit Festbuch, Festakt, Ju­biläumsschießen, Kreisschützenfest und Vergnügungspark rund um das Gasthaus „Zur Deutschen Eiche“.

1960 Der Schießbetrieb wird vom Saal der „Deutschen Eiche“ in den Keller unter dem Saal verlegt.

1962 53 Jahre Schützen-Club als Herren-Club gehen zu Ende, zwei Damen bereichern mit ihrem Eintritt nicht nur die Mitgliederliste.

1964 Januar: der Vorstand wird erstmals für drei Jahre gewählt, eine neue Satzung be­schlossen und die Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht beantragt.

1968 Februar: Nach einer Bauzeit von ca. drei Monaten wird der neue LG/LP-Schießstand in der „Burgschule“ eingeweiht. Der Schützen-Club bezieht ein eigenes Domizil.

1968 Dezember: Der Pachtvertrag mit der Stadt Gießen für das Gelände des Kleinkaliber-Schießstandes am Hellberg wird aufgelöst. Die Erfüllung der geforderten sicherheits-technischen Auflagen für einen Weiterbetrieb ist vom Club nicht zu finanzieren.

1969 Januar: Der Club begrüßt bei der Mitgliederversammlung sein 100. Mitglied.

1980 Erstmals wird der Club von einer Schützenkönigin und einem Schützenkönig reprä­sentiert. 1985 November: Erster Spatenstich für den Bau der neuen Schießsportanlage am Bürger­haus.

1988 April: Der erste Bauabschnitt der neuen Schießsportanlage mit Aufenthaltsraum, Ne­benräumen sowie 9 Luftgewehr- bzw. Luftpistolenständen, einem Stand „Laufende Scheibe“ (10 m) und einem Raum für 5 Sportpistolenstände (25 m) wird eingeweiht.

1989 Oktober: Der Schützen-Club Roland e.V. feiert mit einem Festabend und einem be­scheidenen Festbuch sein 80-jähriges Bestehen im Bürgerhaus Kleinlinden.

1999 April: Der zweite Bauabschnitt (Kleinkaliber-Halle mit acht 50-Meter-Ständen und Bogen-Anlage) wird nach 2 Jahren und vier Monaten Bauzeit eingeweiht.

2002 Oktober: Das Amtsgericht bestätigt die Eintragung der im März von der Mitgliederver­sammlung beschlossenen neuen Satzung ins Vereinsregister.

2001 Tobias Becker erringt mit seinem Sieg in der Jugendklasse mit dem KK-Sportgewehr die erste Hessenmeisterschaft für unseren Club.

2003 Januar: Ein elektronisches Auswertesystem für Scheiben wird in Betrieb genommen. 

2004 April: Wolfgang Bisdorf wird Landesschützenkönig und vertritt damit Hessen beim Bundeswettbewerb.

2004 September: mit Tobias Becker, hessischer Meister bei den Junioren A in der Disziplin KK Liegendwettkampf, tritt erstmals in der Geschichte des Clubs ein Roland-Schütze bei einer Deutschen Meisterschaft an.

2005 März: Nach 2003 und 2004 wird Wolfgang Bisdorf 2005 Gauschützenkönig, die „Gie­ßener Allgemeine“ stellt den „Bisdorf-Hattrick“ vor.

2005 Juli: Heinz Schlosser wird für 25 Jahre Vorsitz im Schützen-Club der weltweit erste PLABRIHAMIKK verliehen.

2007 Februar: Die Mitgliederversammlung benennt einen „Festausschuss“ zur Vorberei­tung des 100-jährigen Clubjubiläums im Jahre 2009.

2007 Oktober: Der seit Januar 2006 praktizierte freiwillige Verzicht auf das Rauchen im Clubhaus wird, durch das Inkrafttreten des Hessischen Nichtraucherschutz Gesetzes, zu einem Rauchverbot im Clubhaus. 2008 Februar: Die Mitgliederversammlung wählt in „Geheimer Wahl“ den Vorstand für die nächsten drei Jahre.

2008 März: Ein Laser-Gewehr zum gefahrlosen Training unseres Schützennachwuchses wird angeschafft.